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Kirchennachrichten Juli
2001
Frauenkreisausflug
Gefrierhaus
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Frauenkreisausflug Früh um 7 Uhr fuhren die 25 Ausflügler los. Aber die Reise geriet bald ins Stocken. Stau bei Hanau, Stau auf der Bundesstraße nach Langen. Um 8.30 Uhr hielten wir an der Raststätte in Lorsch. Kein Wunder also, dass wir erst um 10.30 Uhr unser erstes Ziel Ettlingen erreichten. War es bis Ettlingen noch sehr heiß, so zogen vom Elsass her schwarze Wolken auf und ein kalter Wind. Der Stadtbummel durch das kleine Städtchen war recht angenehm. Nach einer Stunde Aufenthalt versammelten sich wieder alle am Bus, und wir fuhren durch das Albtal in den Schwarzwald hinein. |
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In Marxzell bogen wir in das Holzbachtal ein, fuhren an den uralten Schienenfahrzeugen der Albtalbahn vorbei und erreichten in 620 m Höhe den Luftkurort Neusatz. Von dort fuhren wir über die Höhe nach Dobel und hinunter zur Eyachmühle. Uns wurde schnell das Essen serviert, was ausgezeichnet schmeckte. Nach einer Stunde führ uns der Bus über Dobel hinunter nach Bad Herrenalb. Hier war lange Zeit durch den Kurpark zu schlendern. Das Wetter drohte umzuschlagen. Es bewölkte sich, es wurde kalt, und viele zogen über die leichte Sommerkleidung warme Jacken. Über die Höhen führ uns der Bus in das Enztal, von dort in das Nagoldtal, und von Calw aus führen wir nach Weil der Stadt, wo ein Stadtbummel mit Eis essen oder Kaffeetrinken vorgesehen war. |
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Über Leonberg führen wir zur Autobahn, fuhren an Stuttgart vorbei, an Hohen Asperg, an Weinsberg, überquerten die Kocher und Jagst, bis wir Osterburken erreichten. Wir querten den Odenwald und erreichten kurz vor Amorbach den kleinen Ort Rippberg, wo wir in dem Gasthaus ,,zu den drei Meerjungfrauen" unser Abendessen bekamen. Die Nachhausefahrt ging rasch: Den Main entlang bis Aschaffenburg, vorbei an Alzenau und Hanau erreichten wir Lindheim gegen 22.00 Uhr. Trotz der langen gefahrenen Kilometern, knapp 600, war es ein schöner, ausgeglichener Tag ,der allen gefallen hat. |
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Wer kennt es noch, das Kühlhaus an der Alten Burg in Lindheim? Für einige Jahrzehnte hat es das Ortsbild geprägt. Und es war damals ein absoluter Fortschritt, als die Lindheimer ihr Obst, Gemüse und ihr frisch geschlachtetes Fleisch einfrieren konnten. Es bildete sich eine Kühlhaus-Gemeinschaft, und jedes Mitglied erhielt ein Gefrierfach, in dem es seine Lebensmittel lagern konnte. Denn noch gab es für Haushalte keine Gefriertruhen, das Angebot für Tiefkühlkost entwickelte sich erst. |
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Die
Unkosten für das Kühlhaus trugen alle gemeinsam. Gegen Ende der siebziger
Jahre, als grundsätzliche Reparaturen notwendig wurden, löste sich die
Gemeinschaft auf Inzwischen hatten die meisten Haushalte ihre Tiefkühltruhen.
Das Kühlhaus blieb leer stehen, bis es in den achtziger Jahren im Zuge
der Dorferneuerung abgerissen wurde.
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Ein
Stück technischer Fortschritt hatte sich selbst überholt. Heute trauert
dem Kühlhaus keiner mehr nach, aber es war für ein gutes Jahrzehnt aus
dem Lindheimer Dorfleben nicht wegzudenken.
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